Was ist Licht? Um Ihnen einen sehr genauen Einblick zum Thema Licht zu geben, wird an dieser Stelle nach Wikipedia verlinkt. >> Link <<

Beleuchtungszeit:

Wie lange sollte das Licht optimal geschaltet werden um einen natürlichen Tag/Nacht-Rhytmus zu simulieren?

Eine frage die sich viele stellen, die jedoch nicht so ganz leicht zu beantworten ist.
Wie sich sicherlich jeder vorstellen kann, ist ein morgens langsam heller werdendes und abends langsam dunkler werdendes Licht optimal zur echten Tag/Nacht-Simulation. Wer ein paar Euro mehr in die Hand nehmen möchte, für den gibt es im Terraristikhandel Systeme die einen solchen Sonnenauf- und Untergang simulieren.
Die andere nicht ganz reale Möglichkeit ist die Licht an/aus Variante. Eine Variante die für die Tiere vielleicht nicht die optimalste ist aber dem Tier auch keinen Schaden zufügt. Da Leopardgeckos nicht wie viele annehmen auch in totaler Finsterniss sehen können sollte nachts eine kleine Lichtquelle (hier hat sich ein Kindernachtlicht bewehrt) im Raum vorhanden sein.

Folgende Beleuchtungszeiten sind zu empfehlen:
Als Standard für die Beluechtungszeit geht man von 12 Stunden täglich aus. z.B. von 9:00 Uhr - 21:00 Uhr. Weniger als zwölf Stunden täglich nur vor und nach der Winterruhe. Näheres dazu unter Winterruhe.

 

Im Terrarium werden überwiegend folgende Lichtquellen verwendet:

Glühlampen

Glühlampen mit oder ohne UV-Anteil dienen bis auf sehr wenige Produkte als Wärmequelle. Der UV-Anteil ist jedoch sehr gering und erstetzt keine richtige UV-Bestrahlung die bei Leopardgeckos auch nicht erforderlich ist.
Da Leopardgeckos nachtaktive Tiere sind, ist es jedoch fraglich ob man den Tieren überhaupt eine extra Portion UV-Strahlung zukommen lassen muß. UV-Strahlen dienen dem Tier zur Vitamin D3-Synthese, durch Bestäubung der Futtertiere mit Vitaminpräparaten welche Vitamin D3 enthalten bekommen jedoch die nachtaktiven Leopardgeckos eine ausreichende Menge an Vitamin D3 womit sich die Bestrahlung eigenltich als überflüssig erweist. Reptilien, zu denen natürlich auch die Leopardgeckos gehören, brauchen jedoch UVA um Farben naturgetreu wahrzunehmen. Ansonsten ist das Tier "farbenblind". Wie vorher erwähnt, schläft der Leopardgeckos tagsüber und ist deshalb meist nachts und im dunkeln unterwegs und zumindest dann erübrigt sich das mit den UV-Strahlen.
Sehr empfehlenswert zur Betrachtung ist das Poster von Herrn Dr. Henry Brames, welches die Lichtbedürfnisse sowie die verschiedenen Lichttechniken übersichtlich darstellt, vergleicht und die komplexität des Themas mit der Überschrift "reptilien beleuchten ist ein prozess - keine birne" aufzeigt.

 

Leuchtstoffröhren

Leuchtstoffröhren geben keine Wärme ab und haben einen höheren Anteil an UV-Strahlung (natürlich nur die Leuchtstoffröhren die mit UV-Anteil verkauft werden) als Glühlampen mit UV-Anteil. Trotzdem ist die Menge der am Boden des Terrariums ankommenden UV-Strahlung (nicht zu verwechseln mit dem sichtbaren Lichts der Leuchtstoffröhre) sehr gering. Die Möglichkeit zur Konzentration der UV-Strahlung in Richtung des Bodens ist jedoch mit im Zubehör kaufbaren Reflektoren möglich. Leuchtstoffröhren können aber gut zur Ausleuchtung des Terrariums verwendet werden.

 

Infrarotleuchten

Diese Lampen geben weder „richtiges“ Licht noch UV-Strahlung ab. Sie dienen ausschließlich als Wärmequelle, können aber um das Lichtspektrum zu verbessern ebenfalls eingebaut werden. Zur Verwendung als einziges "Leuchtmittel" rate ich ab.

 

Energiesparlampen

UV-Energiesparlampen werden gerne eingesetzt bei Reptilien die wenig bis mittel viel UV-Strahlung brauchen. Somit sind diese auch gut bei Leopardgeckos einsetzbar.

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